Donnerstag, 20. April 2017

.:Buchabbruch:. "Smoke" von Dan Vyleta

Smoke

von Dan Vyleta

aus dem Verlag: carl's books


Klappenbroschur mit 624 Seiten
Deutsche Erstausgabe: März 2017

ISBN-Nr.: 978-3570585689
Preis Buch (16,99€)
Preis E-Book (9,99€)


Inhalt:
„Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden...“
England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, die von einem besonderen Phänomen geprägt ist: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten...


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Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich vom Verlag selber. Mit einer Email wurde mir dieses Buch recht schmackhaft gemacht, besonders weil ich momentan gerne viel über England, besonders London lesen möchte. Und schon allein das Cover hat mich sehr davon überzeugt. Somit ein großes Dankeschön für das Leseexemplar.

Jedoch muss ich gestehen, dass ich kurz nach der Hälfte des Buches mit dem Lesen abgebrochen habe. Der Inhalt faziniert mich sehr, jedoch finde ich, man muss dieses Buch in Ruhe lesen. Der Schreibstil ist sehr historisch und teilweise auch poetisch, was an sich auch gut zum Buch passt. Nur leider hab ich wenig Zeit, um in einer Tiefenruhe zu lesen, und konnte mich somit nur sehr schwer auf diese Geschichte konzentrieren.

Meine sonstige Meinung zum Buch:
Allein das Cover ist für meinen Geschmack sehr schön gehalten. Man sieht im düsteren, dunkleren Braun- und Blauton den Big Ben von London, sowie deren Palast. Ich als großer London-Fan hab mich sofort in dieses Cover verliebt. Dadurch hab ich bloß gedacht, dass die Geschichte auch mehr in London spielt. Jedoch soweit ich nur gekommen bin, dient London nur als ein Ort des „Bösen“ und die ganzen Schüler befinden sich auf ihren Elite-Internat weiter weg von London. Nur mit einem kleinen Besuch, wo die Schüler erst mit dem Zug anreisen müssen, spielt die Geschichte in der Hauptstadt. Es kann jedoch sein, hätte ich „Smoke“ zu Ende gelesen, dass das große Finale in London spielt. Jedoch gab es bis dorthin keine genauen Ansatzpunkte dafür. Aber gerne lasse ich mich von anderen Lesern aufklären, wie es nun zu Ende ging.

Der Titel passt ideal zum Buch. Denn es geht ja um den Rauch, den die Menschen verlieren, sobald sie „böse“ und „lüsterne“ Gedanken haben. Ich selbst hätte da gerne noch einen Untertitel gehabt, wie z.B. „Das Böse in uns“ oder so. Denn viele Leser suchen sich ein Buch nach dem Cover, sowie nach dem Titel aus. Und dafür finde ich persönlich, wäre nur „Smoke“ nicht so stark aussagekräftig. Denn ich selbst hatte mich in erster Linie nur wegen dem Cover für dieses Buch interessiert, wodurch ich erst danach die Inhaltsangabe gelesen habe. Mit einem Untertitel wäre vielleicht noch eher mein Interesse geweckt worden.

Wie ich bereits oben erwähnte, hat mich selbst der Schreibstil etwas gestört. Dafür, dass es ein Jugendroman ist, ist der Schreibstil doch recht anspruchsvoll. Manchmal sogar leicht poetisch. Was ich jedoch schön finde, dass der Autor die ganzen Gespräche der Charaktere wie aus dem 19. Jahrhunderts wiedergegeben hat. Jedoch konnte ich auch durch die etwas zu langen Kapiteln, und dem darauf folgenden Ansichtserzählungen der Charaktere (ohne genaueren Hinweis, um wem es nun genau geht), nicht ganz der Geschichte folgen. Manche Abschnitte musste ich leider mehrmals lesen, oder erst spät am Abend, wo es um mich herum eine komplette Stille ist und ich mich einzig und allein auf den Text konzentrieren konnte. Das finde ich sehr schade, denn ein Jugendroman sollte ja auch für Erwachsene ansprechbar sein. Und Erwachsene haben leider nicht so viel Freizeit wie Schüler und lesen ihre Bücher gerne zwischendurch. Aber es gibt auch Jugendliche, die gerne auch ein Buch nur für zwischendurch lesen, und da denke ich, werde wohl auch einige Leser wieder abspringen.

Was mich selbst etwas verwirrt hat, ist der Anfang der Geschichte. Man wird sofort in ein Geschenis hineingeworfen, ohne genau zu wissen, wieso und weshalb. Wäre es nicht der Anfang gewesen, hätte es besser gepasst. Ich war total verwirrt und hatte da schon überlegt, ob ich mit dem Lesen gleich wieder abbreche. Jedoch hab ich dem Buch trotzdem noch eine Chance gegeben und mich am Wochenende noch mal in Ruhe mit dem Anfang beschäftigt. Es gibt ja viele Bücher, wo der Anfang mitten in einem Geschehen passiert. Jedoch muss ich dazu sagen, dass man gleich in den Folgenden Kapiteln etwas mehr aufgeklärt wird. Und dieses Gefühl, mit dem Aufklären von Thomas und Charlie und dieser „Nachtprobe“, fehlte mir. Auch, weil gleich direkt vom Rauch erzählt wurde, und ich eben nicht wusste, was ist jetzt genau der Rauch. Wo genau kommt er her? Wieso hatte Thomas Angst, als er aufwachte, dass sein Bett voller Ruß ist? Damit hab ich mir wirklich sehr schwer getan.

Mein Fazit:
Ich selbst werde zu einem späteren Zeitpunkt „Smoke“ von Dan Vyleta noch mal eine Chance geben. Da denke ich eher an die Zeit, in der man Urlaub hat und somit weniger um die Ohren hat. Denn an sich ist es eine tolle Idee, was sich der Autor überlegt hat. Und dabei würde ich nun gerne wissen, was es nun mit dem Rauch auf sich hat. Jedoch finde ich, sollte man wirklich dieses Buch in Ruhe lesen und nicht für Zwischendrin für die Bahnfahrt oder im Wartezimmer beim Arzt.
Mehr kann ich euch dazu leider noch nicht sagen, weil ich euch auch dieses Buch nicht schlecht machen möchte. Nur falls ihr auch Interesse an „Smoke“ habt, dann überlegt es euch wirklich, ob ihr diese Ruhe zum Lesen habt.

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